Beim auf den Staffelsieg hoch gehandelten Favoriten am Deutschbaselitzer Großteich gab es am vergangenen Sonntag leider keine Zähler für den SV KöLau zu holen; das Erwartete trat somit ein. Konnte man dem Gastgeber über weite Strecken der Partie durchaus Paroli bieten, wurde es zum Ende hin auf Grund schwindender Kräfte dann auch Ergebnistechnisch (zu) deutlich.
Auch im dritten Match der Saison blieb der Kölauer Klub ohne zählbare Punkte. Vor immerhin fast 90 Zuschauern, die teils frenetisch ihre Unterstützung bekundeten, konnte die Heimelf nicht an die gezeigten Leistungen der ersten beiden Spiele anknüpfen, ließ im Spielaufbau und in der Defensive alte Schwächen leider wieder deutlich erkennen. Da auch im Abschluss der Aktionen Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten das Bild bestimmten, kam die erneute Niederlage nicht von ungefähr.
Das erste Auswärtsspiel der Saison begannen die KöLauer sehr engagiert und konnten in der ersten Spielhälfte gegen sichtlich um Profil ringende Gastgeber mindestens ein Gleichgewicht des Geschehens erzielen. Zwischen der achten und dreißigsten Minute inszenierten die Gäste mehrere gelungene schnelle Angriffe; leider haperte es jedoch am letzten Zugriff.
Nach der abgelaufenen Corona-Rumpfserie 2021/22 und dem mit Ach und Krach geschafften Verbleib in der Liga kann das Ziel der Kölauer Elf in der achten Saison in ununterbrochener Folge nur lauten, mit Zuversicht, Elan, Besinnen auf die eigenen Stärken und Mut bei den notwendigen Veränderungen mit stabilen Ergebnissen dafür zu sorgen, von Anfang an Kurs auf einen soliden Platz fern der Abstiegsregion zu halten. Dies erfordert Konzentration vom ersten Schiri-Pfiff an.
Unter dem Strich behauptet KöLau nach leider fahrlässig weggeschenktem Sieg seinen Anspruch auf die Kreisoberliga. Und das ist auch die positive Nachricht nach der verkorksten Saison. Trotz Unkenrufen derer, die immer alles besser wissen, hat das Team letzten Endes doch noch zeigen können, was es leisten kann.