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SV Königsbrück/Laußnitz – SpG Knappensee/Wittichenau 2. 0:1 (0:1)

Keine Punkte nach ernüchternder Vorstellung

Bei rund 14 Grad und schönem frühherbstlichem Wetter empfing der SV Königsbrück/Laußnitz den Tabellennachbarn vor optimistisch 103 gezählten Zuschauern aus Knappensee/Wittichenau. Nach dem Pokalsieg in Wachau wollten unsere KöLauer den Schwung mitnehmen und früh den Weg zur Vorentscheidung suchen.

Von Beginn an blieb dann jedoch vieles Stückwerk. KöLau operierte häufig mit weiten Schlägen nach vorn, doch ungenaue Pässe und nur vereinzelte Kombinationsversuche sorgten kaum für Gefahr. Auch die Gäste entwickelten aus dem Spiel heraus wenig Zug zum Tor. In der 18. Minute bot sich den Gastgebern dennoch ihre beste, aber auch einzige Möglichkeit der ersten Hälfte. Marvin Ziller legte auf Ben Ködel ab, doch blieb die Chance ungenutzt. Ansonsten hatte der Keeper von Knappensee/Wittichenau kaum etwas zu tun.
In der 30. Minute fiel dann das Tor des Tages: Nach einer Ecke herrschte Unordnung im KöLauer Strafraum, und im Gewühl brachte ein Nachschuss die Knappenseeer mit 0:1 in Führung. KöLaus Antwort wirkte hektisch, nervös und unpräzise. Ab Ende der ersten Hälfte gingen die Gäste sehr energisch in die Zweikämpfe, doch auch KöLau hielt körperlich dagegen. Spielerische Lösungen blieben Mangelware; es dominierten Kampf und Krampf. In den zwei Minuten Nachspielzeit kam es noch zu einem Foul an einem KöLau-Spieler. KöLaus Spieler und Trainer zeigten sich mit der Inkonsequenz beim Ahnden von Foulspiel durch den Schiedsrichter deutlich unzufrieden.

Zur zweiten Halbzeit reagierte KöLau mit einem Doppelwechsel. Die Partie blieb jedoch weiterhin zerfahren und die Atmosphäre heizte sich stetig leicht auf. Auffällig war, dass Akteure beider Mannschaften wiederholt versuchten, Karten zu provozieren. Auch an der Seitenlinie lagen die Nerven blank. In der 60. Minute ergab sich für KöLau nach einem hohen Ball vor das Tor zunächst eine Halbchance. Drei Minuten später bot sich Joshua Kratz die große Gelegenheit zum Ausgleich, doch der Abschluss geriet zu lasch und ging knapp rechts am Tor vorbei. In der 67. Minute konnte eine Großchance von Knappensee/Wittichenau gerade noch abgeblockt werden. Danach schliefen die wenigen spielerischen Akzente immer mehr ein. Das Spiel blieb auf beiden Seiten Stückwerk, und wenn KöLau nach vorn kam, fehlten Präzision, Tempo und eine klare Idee.
In der 77. Minute gab es zu allem Überfluss eine Gelb-Rote Karte für Paul Winkler, offenbar wegen „kritischen Kommentars“ in Richtung Schiri. Das passte zum insgesamt unruhigen Geschehen. Zehn Minuten vor Schluss versuchte es KöLau noch mal mit einem direkten Abschluss, doch der Gästekeeper parierte. In den letzten Minuten wirkten die Gastgeber plan-, kraft- und ideenlos. Auch vier Minuten Nachspielzeit brachten keine Wende. Kurz vor dem Abpfiff vergab Knappensee/Wittichenau noch eine Reihe guter Möglichkeiten zur endgültigen Entscheidung. Nach dem Abpfiff setzte sich die allgemeine Aufgeregtheit in lautstarken Diskussionen mit dem Schiedsrichter fort.

Fazit: Für KöLau war es ein gebrauchter Tag und eine spielerisch enttäuschende Vorstellung. Die Mannschaft fand über die gesamte Partie keinen Zugriff auf das Spiel und blieb in der Offensive ohne überzeugende Lösungen. In der kommenden Woche wartet beim Spitzenreiter eine deutlich schwerere Aufgabe. Dann gilt es zu zeigen, dass die Leistung gegen Knappensee/Wittichenau nur ein Ausrutscher war.
(w. packebusch, 11.10.2026)

Aufstellung:
1 Marlon Riemer, 2 Leandro Richter, 3 Dominik Tille, 8 Max Winkler (46‘ 9 Norbert Gill), 6 Paul Winkler, 10 Marvin Ziller, 17 Sven Demel, 15 Joshua Kratz, 7 Richard Grünberg (46‘ 99 Jerome Mickisch), 14 Ben Ködel (71‘ 92 Hendrik Schöne), 5 Kevin Waszkowski (65‘ 19 Tim Varadi)

Zuschauer: 103
Schiedsrichter: Max Köhler (SV Straßgräbchen)

Torfolge:
0:1 Martin Sauer (30‘)

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