SV Grün-Weiß Schwepnitz – SV Königsbrück/Laußnitz 2:2 (0:0)
Überaus glückliches Finale
Vor dem Spiel gegen die Grün-Weißen kursierte die Auffassung, dass die KöLauer favorisiert in die Begegnung gingen und es sich um eine reine Pflichtaufgabe handele. Wer so kalkulierte, hatte wohl keinerlei Blick auf die Fakten der jahrelangen Duelle beider Kontrahenten geworfen. Die Bilanz zwischen den Teams war und bleibt auch nach dem aktuellen Treffen, zurückhaltend bewertet, eher ausgeglichen. Im Verlauf des Spiels sollte sich überdies wieder einmal zeigen, dass sich der SVKL gegen vermeintlich schwächere Gegner sehr sehr schwer tut.
KöLau begann elanvoll, wollte mit dem probaten Mittel schneller weiter Pässe auf die Sturmspitzen eine frühe Vorentscheidung herbeiführen. Leider hielt sich die reale Gefahr für den Gastgeber aber in sehr überschaubaren Grenzen. Außer in zwei, drei Szenen kam Schwepnitz nicht in arge Bedrängnis. Entweder waren die KöLauer Pässe zu ungenau oder im letzten Zugriff die Torversuche zu harmlos. Es fand sich leider auch kein Spieler, der in der Lage gewesen wäre, die Spielregie an sich zu reißen und die Mannschaft zu pushen. Insgesamt hielt das Spiel im ersten Durchgang den Erwartungen der Fans auf beiden Seiten nicht stand; spielerische Höhepunkte blieben Mangelware. So erwärmte das Geschehen die Zuschauer bei nasskaltem Wetter kaum; es blieb wie so oft bei der vagen Hoffnung auf Besserung in der zweiten Hälfte.
Ohne erkennbare wesentliche spielerische Veränderungen versuchte KöLau mit einigen gelungenen Spielerwechseln etwas mehr Linie ins Spiel zu bringen; allerdings zunächst leider ohne Zählbares. Im Gegenteil. Zu stark aufgedrückt, ließ man einen Konter in die völlig entblößte Deckung zu. Schwepnitz' Wagenknecht bedankte sich mit einem Lupfer über Goali Brühl und KöLau lag 0:1 hinten. Ein Rückschlag, der die KöLauer kurzzeitig beeindruckte. KöLau machte dann indessen nach kurzer Besinnung unverdrossen weiter, fand sich dann aber nach dem 0:2 per Sonntagsschuss auf der Verliererstraße. So schien nach 76' alles gegessen.
Als daher die meisten Zuschauer sich entweder aus Gastgebersicht erfreut oder aus Gästeperspektive vergnatzt auf den Heimweg machen wollten, bescherte uns unser Team doch noch wunderbare Tore. Zwei Einwechsler brachten den Umbruch. Erst netzt Lennox Hofmann nach klugem Konter eiskalt ein, und dann gelingt Norbert Kubaink in der Extratime per lehrbuchreifem Direktschuss in den linken Dreiangel der sensationelle Ausgleich.
Also noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, möchte man sagen.
Fazit: Wieder mal ein Tanz auf Messers Schneide! Das Ergebnis des Spiels ist das beeindruckende Signal des Tages. Den Spielverlauf selber muss man wie schon oft als Achterbahnfahrt bezeichnen. Wir sollten Fortuna nicht weiterhin so arg strapazieren und auf Last-Minute-Events setzen. Das sollte die Lehre sein.
(w. packebusch, 30.03.2025)
Aufstellung:
1 Marco Brühl, 2 Leandro Richter, 17 Sven Demel, 3 Paul Willi Bruchmann (46', 14 Franco Förster), 13 Vincent Mey (46', 6 Leon Max Frauenstein), 15 Joshua Kratz, 5 Kevin Waszkowski, 10 Phillip Löwe (63', 8 Lennox Hofmann) 11 Robin Masch (81', 92 Hendrik Schöne), 7 Richard Grünberg (63', 9 Norbert Kubaink), 19 Tim Varadi
Zuschauer: 207
Schiedsrichter: k. A.
Tore:
1:0 Jim Wagenknecht (54‘); 2:0 Vince Breßler (76‘); 2:1 Lennox Hofmann (87‘); 2:2 Norbert Kubaink (90‘+2)